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Bunks Weihnachten 1914 komponierte Legende für Orgel und Blechbläser-Quartett op. 55a − im Bielefelder Umfeld des »Posaunengenerals« Johannes Kuhlo und zeitgleich zum später so genannten »Weihnachtsfrieden« im ersten Weltkrieg entstanden − ist im Juli 2022 im Bärenreiter-Verlag erschienen.

Nahezu sämtliche knapp neunzig Klavierlieder von Gerard Bunk haben der Bariton Falko Hönisch und der Pianist André Dolabella aufgenommen. Das umfangreiche Projekt wurde vom Deutschen Musikrat gefördert − anzuhören auf dem Gerard-Bunk-YouTube-Kanal.

Bunks 1909 auf den ketzerischen Text Detlev von Liliencrons entstandenes Lied Dorfkirche im Sommer ist als Faksimile der Handschrift im dritten Heft 2022 der Zeitschrift Ars Organi erstveröffentlicht worden.

Zeittafel

1888
Gerard Bunk wird am 4. März in Rotterdam als jüngstes von sieben (überlebenden) Kindern des Rektors, Musiklehrers und Chordirigenten Gerardus Cornelis Bunk und seiner Frau Maria geboren.

1895
Nach ersten musikalischen Instruktionen vom Vater und nachdem an dem Fünfjährigen das absolute Tonbewusstsein festgestellt worden ist nun Unterricht im Violinspiel (der nur drei Jahre andauert) und in Theorie.

1901
Eintritt ins Rotterdamer Konservatorium der »Maatschappij ter bevordering der Toonkunst«; Bunk ist in der Hauptsache Schüler des Pianisten (Chordirigenten und Komponisten) Anton B. H. Verheij (1871-1924); kurze Zeit bei Johan Besselaar (1874-1952) auch Unterweisung im Orgelspiel, das jedoch vorwiegend autodidaktisch erlernt wird.
– Währenddessen absolviert Bunk die Realschule, ist Hilfsorganist in verschiedenen evangelischen Kirchen und Leiter der Schüler-Abteilung der Koninklijke Zangvereeniging »Rotte's Mannenkoor«. Weiterlesen