Einleitung

Gerard Bunk wurde am 4. März 1888 in Rotterdam geboren. Er studierte Klavier am Konservatorium seiner Heimatstadt, in England, Bielefeld und Hamburg. Das Orgelspiel erlernte er weitgehend autodidaktisch; ein Angebot Karl Straubes im Jahr 1908, zum Studium zu ihm und zu Max Reger nach Leipzig zu kommen, nahm er nicht wahr. Beim Dortmunder Reger-Fest 1910 sprang Bunk für Straube im Eröffnungskonzert ein und wurde von Reger anschließend als Lehrer an das Dortmunder Konservatorium empfohlen.
Bei dieser Gelegenheit spielte Bunk im Wechsel mit Reger erstmals die im Vorjahr fertiggestellte, u.a. von Emile Rupp disponierte bedeutsame Walcker-Orgel der St. Reinoldikrche. Nach den Worten Oscar Walckers erhielt die Elsässische Orgelreformbewegung um Rupp und Albert Schweitzer mit diesem Instrument, an dem Bunk selbst ab 1925 als Organist wirken konnte, ihre Krönung. Weiterlesen

Zeittafel

1888
Gerard Bunk wird am 4. März in Rotterdam als jüngstes von sieben (überlebenden) Kindern des Rektors, Musiklehrers und Chordirigenten Gerardus Cornelis Bunk und seiner Frau Maria geboren.

1895
Nach ersten musikalischen Instruktionen vom Vater und nachdem an dem Fünfjährigen das absolute Tonbewusstsein festgestellt worden ist nun Unterricht im Violinspiel (der nur drei Jahre andauert) und in Theorie.

1901
Eintritt ins Rotterdamer Konservatorium der »Maatschappij ter bevordering der Toonkunst«; Bunk ist in der Hauptsache Schüler des Pianisten (Chordirigenten und Komponisten) Anton B. H. Verheij (1871-1924); kurze Zeit bei Johan Besselaar (1874-1952) auch Unterweisung im Orgelspiel, das jedoch vorwiegend autodidaktisch erlernt wird.
– Währenddessen absolviert Bunk die Realschule, ist Hilfsorganist in verschiedenen evangelischen Kirchen und Leiter der Schüler-Abteilung der Koninklijke Zangvereeniging »Rotte's Mannenkoor«. Weiterlesen