Orgelwerke - Solo

Werke mit Opuszahl

Opus 4a

Opus 4a

Zeven Variaties op »O Sanctissima«
Entstehungsjahr: 1906
Ausgaben:
- O Sanctissima! Romantische Orgelbearbeitungen
des Weihnachtsliedes »O du fröhliche«, Hg. Andreas Rockstroh,
Dr. J. Butz Musikverlag BU 1587 (1999)
- Sämtliche Orgelwerke I, Bärenreiter Urtext BA 9281 (2008)

Opus 8

Preludium en Fuga over een thema uit de »Eroica-Symphonie«
van Beethoven
Entstehungsjahr: 1906
Sämtliche Orgelwerke I, Bärenreiter Urtext BA 9281 (2008)

Opus 10

Sonatine d-moll
Entstehungszeitraum: 1906/07
I. Allegro
II. Andante
III. Allegro-Praeludium
IV. Fuga
Sämtliche Orgelwerke I, Bärenreiter Urtext BA 9281 (2008)

Opus 12

Vier Orgelstücke im polyphonen Styl
Entstehungszeitraum: 1906/07
Nr. 1 Praeludium a-moll
Nr. 2 Fuga a-moll
Nr. 3 Choralvorspiel »O Haupt voll Blut und Wunden«
Nr. 4 Fuga voor 2 clavieren en pedaal a-moll
Ausgaben:
- Sämtliche Orgelwerke I, Bärenreiter Urtext BA 9281 (2008)
- Nr. 3 in: Niederländisch-belgische Orgelromantik,
Breitkopf & Härtel, Hg. Wolf Kalipp, EB 8621 (1997)

Opus 28

Fünf Stücke für Orgel
Entstehungszeitraum: 1907-1912
Nr. 1 Improvisation Ges-dur
Nr. 2 Albumblatt fis-moll
Nr. 3 Elegie h-moll
Nr. 4 Adagio Des-dur
Nr. 5 Vorspiel zu »Wachet auf, ruft uns die Stimme« (verschollen)
Sämtliche Orgelwerke II, Bärenreiter Urtext BA 9282 (2010)

Opus 29

Opus 29

Legende g-moll
Entstehungsjahr: 1908
Ausgaben:
- Gerard Bunk. Ausgewählte Orgelwerke,
Hg. Jan Boecker, Breitkopf & Härtel EB 8604 (1996)
- Sämtliche Orgelwerke II, Bärenreiter Urtext BA 9282 (2010)
Kommentar:
Die 1908 komponierte Legende ist das erste große Orgelwerk des Zwanzigjährigen, eine Art symphonische Dichtung, der ein geheimes Programm zugrunde liegen mag, das zu verschweigen indessen das gute Recht eines Komponisten ist. Albert Schweitzer schätzte an dem Stück insbesondere »die ruhige und plastische Anlage des Ganzen«. Er sah darin eine Synthese des Stils von Mendelssohn und Franck. Man muß hinzufügen, daß auch Wagner
in ihm Spuren hinterlassen hat, stellenweise in der Harmonik, ganz deutlich aber im Waldweben des Mittelteils. Später hat Bunk die Legende für Orchester bearbeitet. Er mochte wohl gefühlt haben, daß die in ihr vorhandenen orchestralen Strukturmerkmale eine solche Bearbeitung nahelegten, wenn nicht gar verlangten.
Ebenfalls später hat er aber auch in der Orgelfassung gewisse orchestrale Stellen orgelmäßig umgeformt.
Wolfgang Stockmeier,
Musik und Kirche, September/Oktober 1999

Opus 31

Opus 31

Einleitung, Variationen und Fuge
über ein altniederländisches Volkslied d-moll
Entstehungsjahr: 1908
Ausgaben:
- Dr. J. Butz Musikverlag, Hg. Jan Boecker, BU 1623 (2000)
- Sämtliche Orgelwerke III, Bärenreiter Urtext BA 9283 (2009)
Kommentar:
Ende des Jahres 1908 schrieb Gerard Bunk, zwanzigjährig, das zweite Werk in der Reihe seiner sechs großangelegten Orgelkompositionen: Einleitung, Variationen und Fuge über ein altniederländisches Volkslied d-moll op. 31. Das variierte Lied ist das »Hoe groot o Heer en hoe vervaerlic« aus dem Lautentabulaturbuch von Adrianus Valerius, ein Trutzlied der Geusen gegen die spanische Herrschaft.
Die Uraufführung fand am 21. März 1909 durch Bunk selbst in Bielefeld statt. 1910 stellte er die Variationen in Rotterdam vor.
Nach der Veröffentlichung im Sommer 1914 im Verlag Tischer & Jagenberg, Köln, spielte Bernhard Irrgang das Werk im Berliner Dom.
Zahlreiche Organisten gaben begeisterte Urteile ab.
»Hochgeehrter College!«, schrieb Charles-Marie Widor, »endlich habe ich Ihre »Variationen und Fuge« erhalten und mit grösstem Interesse gelesen. =Wissenschaft, Einheit und Tiefe.= Tausend
Glückwünsche«.
Marco Enrico Bossi äußerte, das Werk werde »einmal Bestandteil des Repertoires eines jeden guten Organisten sein« (»... mi piacciono sopra-tutto le variazioni e la Fuga Finale. È un pezzo che entrera a far parte del repertorio di ogni buon organista«).
1928 spielte Bunk die Variationen Albert Schweitzer vor.
»Das Stück [...] fand Schweitzers vollen Beifall und ganze Anerkennung. [...] daß es wirklich für die Orgel empfunden und nicht von jener Formlosigkeit sei, die ihn ‚oftmals bei neueren Werken zu erschrecken' pflegte.« (Liebe zur Orgel, S. 101)

Opus 32

Opus 32

Sonate f-moll
Entstehungszeitraum: 1909/10; revidiert 1930
I. Introduction maestoso: Allegro maestoso
II. Intermezzo grazioso: Andantino
III. Intermezzo cantabile (auch für Violine und Orgel)
IV. Finale mesto: Largamente-Andante funebre
Ausgaben:
- Bärenreiter (Sinfonische Orgel 7), Hg. Jan Boecker,
BA 8454 (2002)
- Sämtliche Orgelwerke III, Bärenreiter Urtext BA 9283 (2009)
Kommentar:
Nein, leicht hat es Gerard Bunk (1888-1958) seinem Herausgeber wirklich nicht gemacht. Kaum war die f-Moll-Sonate 1909 komponiert und uraufgeführt, legte er sie beiseite, um sie dann 20 Jahre später wieder gründlich umzukrempeln: Die ursprünglichen Mittelsätze wurden verworfen und stattdessen zwei lntermezzi eingefügt, wobei das zweite – »Intermezzo cantabile« – auch noch mit einer obligaten Violinstimme ad libitum (liegt der Partitur bei) versehen wurde.
Ist das der Grund, warum die Sonate erst jetzt, fast 44 Jahre nach dem Tod Bunks, als Erstausgabe vorliegt? Sei's drum, eine nähere Bekanntschaft mit der Musik des Niederländers ist auf jeden Fall ein Gewinn. Auch wenn Bunk in eine Reihe mit Reger und Liszt gestellt wurde, so hat er doch einen recht eigenen und sehr ansprechenden Stil geprägt. Die große romantische Orgel vor Augen und Ohren dachte Bunk in farbenfrohen Klängen.
Und so beginnt auch die Sonate mit kräftigen Akkordfolgen. Aber an keiner Stelle wird der Satz zu dicht, das ganze bleibt schön durchhörbar und harmonisch interessant. Ist es doch gerade das ausgewogene Spiel der Gegensätze, der Klangfarben und Bewegungen, das an dieser Sonate begeistert. So stehen dem furiosen Allegro-Beginn und dem markanten »Andante funebre« des Schlusssatzes die beiden kantablen Intermezzi entgegen.
Jedes einzelne wiederum eine Charakterstudie in sich, denn trotz aller Anklänge an die Moderne verfängt sich Bunk nicht in den Manierismen des Zeitgeists. Das Ganze ist schön ausgewogen, zwar recht virtuos aber nicht laut und vor allem reich an überraschenden Wendungen.
Markus Roschinski, Musik und Kirche, Juli/August 2002

... Bunk wird oft in seiner Beziehung zu Reger betrachtet, und beide Künstler achteten sich gegenseitig hoch. Die Sonate f-MoII zeigt Bunk aber als ausgesprochen eigenständigen Komponisten.
[...] Der Gesamtcharakter der Sonate spiegelt sich in der Tonartenwahl und vor allem in der Bezeichnung des Schlussostinatos »Andante funebre« wider. Zwischen den ernsten Rahmensätzen verbreiten die beiden Intermezzi jeweils eigenes Kolorit. Das »Intermezzo grazioso« atmet fast Lefébure-Wély'sche Heiterkeit und zeigt zugleich verhaltenen tänzerischen Schwung. Exotischer wirkt das »Intermezzo cantabile« mit seinen ostinaten Begleitrhythmen und einer Harmonik, die, wie im Vorwort vermerkt, an »eine Serenata unter spanischem Himmel« gemahnt.
Die Satzweise ist in erster Linie akkordisch; die Harmonik ist frei von wagner- oder reger-hafter Chromatik, bietet aber vor allem in den Intermezzi interessante Fortschreitungen jenseits Dur-Moll-tonaler Kadenzharmonik.
Joachim Schreiber, Orgel International 2002/5-6

Opus 40

Opus 40

Passacaglia a-moll
Entstehungszeitraum: 1911; revidiert 1929
Ausgaben:
- Gerard Bunk. Ausgewählte Orgelwerke,
Hg. Jan Boecker, Breitkopf & Härtel EB 8604 (1996)
- Sämtliche Orgelwerke III, Bärenreiter Urtext BA 9283 (2009)
Kommentar:
In seiner [...] Passacaglia weiß der Komponist wiederum alle Mittel der Harmonik und Klangfarbe in den Dienst seiner Eingebungen zu stellen. Ist es heutzutage schon geradezu ein Wagnis, mit einer neuen Passacaglia an die Öffentlichkeit zu treten, so muß hier gesagt werden, daß dies Wagnis glänzend gelungen ist. Schon das Thema: selbständig erfunden und mit seinen schlichten Quartenschritten ungemein einprägsam, vermeidet es bewußt Anlehnung an ältere Vorbilder. Variationen von seltener Mannigfaltigkeit, Schönheit und Originalität wandeln das Thema ab in drei sich überbietenden Steigerungen. Das Werk gipfelt in einem Schlußsatz, in dem sich zu dem Passacaglia-Thema noch ein zweites Motiv gesellt, das die vier Töne BACH enthält.
Aus den Elementen des Ostinato, der Fuge und der freien Phantasie erwächst ein Finale, das in seiner freien und dabei doch konzentrierten Form zum Vollendetsten der neueren Orgelliteratur überhaupt gehört.
Otto Heinermann, Widmungsträger des Werkes
Mitteilungen des Hauses Breitkopf & Härtel, März 1935

Sehr geehrter Herr Kollege!
Es war mir eine grosse Freude, Ihr vortreffliches Opus Passacaglia zu erhalten – habe es mehrmals durchgespielt mit erhöhtem Interesse, wie Ihr Werk es verdient. Ich werde es nach allen Seiten hin empfehlen. [...] Sie sind ein Meister der Variation – klassisch und modern zugleich – dabei wirkungsvoll gesteigert – ein solches Werk wird sich sicher Freunde in den Reihen ernstgesinnter Künstler erwerben.
Wilhelm Middelschulte an Bunk,
Chicago, 25.2.1935

Es ist unbegreiflich, daß ein so herausragender Komponist wie der Dortmunder St.-Reinoldi-Organist Gerard Bunk völlig in Vergessenheit geraten konnte. Seine harmonisch kühnen Werke voll persönlicher Eigenart verdienen es, in einem Atem mit denen Regers und Karg-Elerts genannt zu werden. In der Passacaglia folgt auf 29 Variationen ein ausgedehnter Schlußteil, der vom B-A-C-H-Thema gekrönt wird. Es ist wohl nicht von der Hand zu weisen, daß der charmante und gänzlich unprätentiöse Bunk als Spieler die meisten seiner Kollegen in den Schatten gestellt haben soll.
Wolfgang Stockmeier,
Konzertprogramm vom 26.11.1997 in Neuss

Vielleicht ist die Passacaglia mit ihrer reichen Technik des Variierens, die am Ende auf die B-A-C-H-Tonfolge hinsteuert, unter allen bisher bekannten Großwerken Bunks das Vollkommenste.
Wolfgang Stockmeier,
Musik und Kirche September/Oktober 1999

Opus 43

Opus 43

Marche festivale A-dur
Entstehungsjahr: 1912
Ausgaben:
- Gerard Bunk: Zwei festliche Orgelstücke, Dr. J. Butz Musikverlag, Hg. Hans Uwe Hielscher, BU 1849 (2004)
- Sämtliche Orgelwerke IV, Bärenreiter Urtext BA 9284 (2011)

Opus 49

Opus 49

Pièce héroïque C-dur
Entstehungsjahr: 1914
Ausgaben:
- Gerard Bunk: Zwei festliche Orgelstücke, Dr. J. Butz Musikverlag, Hg. Hans Uwe Hielscher, BU 1849 (2004)
- Sämtliche Orgelwerke IV, Bärenreiter Urtext BA 9284 (2011)

Opus 54

Opus 54

Acht Charakterstücke
Entstehungszeitraum: 1910-1919
Nr. 1 Melodie A-dur
Nr. 2 Scherzando F-dur
Nr. 3 Impromptu C-dur
Nr. 4 Improvisation B-dur
Nr. 5 Pastorale A-dur
Nr. 6 Aeolsharfe a-moll
Nr. 7 Canzone G-dur
Nr. 8 Allelujah B-dur
Ausgaben:
- Möseler (Orgelmusik der Klassik und Romantik 26), Hg. Wolfgang Stockmeier, M 19.226 (2003)
- Sämtliche Orgelwerke IV, Bärenreiter Urtext BA 9284 (2011)
- Nrn. 6-8 in: Niederländisch-belgische Orgelromantik, Breitkopf & Härtel, Hg. Wolf Kalipp, EB 8621 (1997)
- Nr. 1 in: Organ Plus One. Originalwerke und Bearbeitungen für Gottesdienst und Konzert. Tiefe Instrumente I, Hg. Carsten Klomp, Bärenreiter BA 11214 (2013)
- Nr. 2 in: Orgelscherzi der Belle Epoque, Hg. Kurt Lueders, Robert-Forberg-Musikverlag (1995)
- Nr. 5 in: Orgelmusik zur Weihnachtszeit, Hg. Andreas Rockstroh, Bärenreiter BA 8495 (2004)
Kommentar:
Bunks Aeolsharfe, bei der e2-a3-e3 zu Beginn des Stückes »fixiert« (Bleistifte oder Bleigewichte oder Umblätterer) wird, gehört zu jenen Stimmungsbildern, wie sie nur die Spätromantik zu »zaubern« vermochte.
Jörg Strodthoff,
Musik und Kirche, März/April 1998

Der Wunsch nach »mehr Bunk« wird durch dieses Heft mit drei Stücken teilweise erfüllt: [...] die Canzone ist ein zauberhaftes Meditationsstück, das (Karg-Elert nicht unähnlich) Edvard Grieg huldigt. Und dann ein »Hit«: Die seinerzeit vielgespielte Äolsharfe mit drei im Fernwerk festgesteckten Tönen!! Wenn sich der pflichtgemäß von orgelbewegter Gänsehaut überzogene Spieler dennoch daran traut, traut er seinen Ohren nicht: Das Ganze klingt entzückend ...
Martin Weyer,
Ars Organi, Juni 2000

Opus 57

Opus 57

Fantasie c-moll
Entstehungsjahr: 1915
Ausgaben:
- Gerard Bunk. Ausgewählte Orgelwerke, Hg. Jan Boecker, Breitkopf & Härtel EB 8604 (1996)
- Sämtliche Orgelwerke IV, Bärenreiter Urtext BA 9284 (2011)
Kommentar:
Bunk komponierte in den letzten vierzig Jahren seines Lebens keine großen Orgelwerke mehr, die Fantasie op. 57 aus dem Jahre 1915 ist bereits das vorletzte in einer Reihe von sechs gewaltigen Werken. Der Grund hierfür dürfte in der heraufziehenden Orgelbewegung zu suchen sein, deren vielfach zu beobachtende
stilistische Prüderie symphonischer Orgelmusik nicht günstig war.
Wir können heute kaum begreifen, daß Werke großen Zuschnitts wie diejenigen von Bunk oder Karg-Elert unter den Organisten keine Majorität fanden und für lange Zeit Produkten grassierender Orgeldiät weichen mußten. Die Fantasie op. 57 ist also fast schon ein Vermächtnis, ein ausgedehnter symphonischer Satz, dem Bunk gelegentlich den Untertitel »Durch Nacht zum Licht!« gab, nicht ahnend, daß man ihn auch so auslegen kann: der Nacht des Vergessens folgt endlich das strahlende Licht der Anerkennung.
Wolfgang Stockmeier,
Musik und Kirche, September/Oktober 1999

Opus 65
Opus 65

Opus 65

Sechs Orgelstücke
Entstehungszeitraum: 1919-1936
Nr. 1 Stimmungsbild f-moll
Nr. 2 Idylle G-dur
Nr. 3 Consolation f-moll
Nr. 4 Melodie H-dur
Nr. 5 Trauungszug G-dur
Nr. 6 Duo (Kanon) fis-moll
Ausgaben:
- Möseler (Orgelmusik der Klassik und Romantik 27), Hg. Wolfgang Stockmeier, M 19.227 (2006)
- Sämtliche Orgelwerke V, Bärenreiter Urtext BA 9285 (2013)

Eigene Werke und Bearbeitungen ohne Opuszahl

»Wilhelmus van Nassouwe« en Choral »Nun danket alle Gott«

Entstehungsjahr: 1907
Sämtliche Orgelwerke VI, Bärenreiter Urtext BA 9286 (2015)
Wilhelmus van Nassouwe auf YouTube

Cadenz zum ‚Orgelconcerto F-Dur‘ [Nr. 4, op. 4/4]

von G. F. Händel
Entstehungsjahr: 1926?
Manuskript

Kleine Fantasie über C.H.D.B. für Orgel oder Klavier

Entstehungszeitraum: 1930er Jahre?
Sämtliche Orgelwerke VI, Bärenreiter Urtext BA 9286 (2015)
Kleine Fantasie auf YouTube

J. S. Bach: »Die Kunst der Fuge«

für die Orgel eingerichtet
Entstehungszeitraum: zum Bach-Jahr 1950
Manuskript

J. S. Bach: Kanons, Fugen und Ricercari aus dem »Musikalischen Opfer«

für die Orgel gesetzt
Ausgabe: Breitkopf & Härtel, EB 6227 (1956; vergriffen)

Choralvorspiel »Wachet auf, ruft uns die Stimme«

(Trio a 2 Clav. e Pedale)
Entstehungszeitraum: 1950er Jahre
Ausgaben:
- 37 Choralimprovisationen und Choralvorspiel »Wachet auf, ruft uns die Stimme«, Dr. J. Butz Musikverlag, Hg. Hans Uwe Hielscher/Wolfgang Stockmeier, BU 1559 (2002)
- Sämtliche Orgelwerke VI, Bärenreiter Urtext BA 9286 (2015)

37 kurze Choralimprovisationen zum kirchlichen Gebrauch

Entstehungszeitraum: begonnen 1956

Gesamtausgaben:
- 37 Choralimprovisationen und Choralvorspiel »Wachet auf, ruft uns die Stimme«, Dr. J. Butz Musikverlag, Hg. Hans Uwe Hielscher/Wolfgang Stockmeier, BU 1559 (2002)
- Sämtliche Orgelwerke VI, Bärenreiter Urtext BA 9286 (2015)

Einzelausgaben:
- In: in Ewigkeit dich loben, Breitkopf & Härtel, Hg. Klaus Uwe Ludwig, Bde. 1-3, EB 8571-73 (1993/94)
(O Jesu Christe, wahres Licht; In dich hab ich gehoffet, Herr; Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all)
- Ist Gott für mich in: organ plus one. Originalwerke und Bearbeitungen für Gottesdienst und Konzert / Original Works and Arrangements for Church Service and Concert. Reformation: Lieder Martin Luthers / Hymns by Martin Luther, Bärenreiter, Bearb. / Hg. Carsten Klomp, BA 8508 (2016)

Kommentar:
Gerard Bunk [...] hatte eigentlich die Absicht, 50 Choralimprovisationen für Orgel zum kirchlichen Gebrauch zu komponieren.
»Aus der Praxis heraus entstanden, ist diese Sammlung für die Praxis bestimmt«, so schreibt Bunk in seinem eigenen Vorwort.
Tatsächlich sind die Choralimprovisationen sein letztes Werk und unvollendet geblieben. Von 50 geplanten Stücken konnte er nur 37 fertigstellen, von denen Wolfgang Stockmeier 21 für die nun erschienene Sammlung ausgewählt hat. Hinzugefügt wurde von Stockmeier ein Trio über Wachet auf, ruft uns die Stimme, das – wie er zu recht schreibt – stilistisch zu den Choralimprovisationen paßt. Dies alles erfährt man aus einem dem Notentext
vorangestellten Begleitwort des Herausgebers Stockmeier, das sinnvollerweise auch einen Lebenslauf des Komponisten enthält.
Die Stücke sind ohne Zweifel für die Praxis geeignet, zumal sie in manchen Fällen auf die Transposition des neuen Evangelischen Gesangbuches abgestimmt wurden. Sie bilden außerdem einen interessanten Grenzfall von Improvisation auf dem Weg zur Komposition.
Hans-Jürgen Kaiser: Die Kunst der Improvisation,
in: Ars Organi, Juni 1999

Sechs Meisterwerke, für die Orgel übertragen

zusammengestellt 1957
Nr. 1 William Byrd: The Bells
Nr. 2 Johann Sebastian Bach: Sinfonia der Ratswahlkantate Nr. 29 »Wir danken dir, Gott«
Nr. 3 Johann Sebastian Bach: Adagio der ersten Sonate für Violine
Solo senza Baßo (BWV 1001) als Einleitung der Bach'schen Orgel-Uebertragung (in d-moll) der nachstehenden Fuge dieser Sonate
Nr. 4 Johann Sebastian Bach: »Wohl mir, daß ich Jesum habe«, Choral aus Kantate Nr. 147
Nr. 5 Felix Mendelssohn Bartholdy: Praeludium, Fuge und Choral aus »Sechs Praeludien und Fugen für Klavier«
(op. 35)
Nr. 6 Franz Schubert: Fuge e-moll für Klavier zu vier Händen (op. 152)
Manuskript