»Besonders gefällt mir die ruhige und plastische Anlage des Ganzen. Das wirkt so wohlthuend im Vergleich zu der Formlosigkeit und Unruhe, die jetzt für Orgelcompositionen im Gebrauch ist.«

Albert Schweitzer über die Legende, 1910

1919 in der Dortmunder Wohnung

Einleitung

Gerard Bunk wurde am 4. März 1888 in Rotterdam geboren. Er studierte Klavier am Konservatorium seiner Heimatstadt, in England, Bielefeld und Hamburg. Das Orgelspiel erlernte er weitgehend autodidaktisch; ein Angebot Karl Straubes im Jahr 1908, zum Studium zu ihm und zu Max Reger nach Leipzig zu kommen, nahm er nicht wahr. Beim Dortmunder Reger-Fest 1910 sprang Bunk für Straube im Eröffnungskonzert ein und wurde von Reger anschließend als Lehrer an das Dortmunder Konservatorium empfohlen.
Bei dieser Gelegenheit spielte Bunk im Wechsel mit Reger erstmals die im Vorjahr fertiggestellte, u.a. von Emile Rupp disponierte bedeutsame Walcker-Orgel der St. Reinoldikrche. Nach den Worten Oscar Walckers erhielt die Elsässische Orgelreformbewegung um Rupp und Albert Schweitzer mit diesem Instrument, an dem Bunk selbst ab 1925 als Organist wirken konnte, ihre Krönung. Weiterlesen